Tag 8 – Busan

Mein Regenprogramm für Busan startet mit einem Besuch des größten Kaufhauses der Welt, dem Shinsegae Centum City. Über neun Stockwerke verteilt findet sich hier alles von internationalen Luxusklamotten bis zu H&M und vom Sofa bis zur Waschmaschine. Dieser Größe ist nur mit Panoramafotos vollständig Geltung zu verschaffen.

Neben den Geschäften gibt es unter anderem auch noch ein Kino, eine Golfanlage, eine „Akademie“ für Mal- und Kochkurse und einen Eislaufplatz.

Meine von der gestrigen Wanderung müden Muskeln interessieren sich aber vor allem für das ebenfalls hier befindliche Spa Land. Und wie der Lonely Planet dazu meint: “You can’t really experience Busan unless you’ve been naked in a room full of strangers inside Asia’s largest bathhouse.” Na dann!

Es gibt hier zwei Bereiche: einerseits den geschlechtergetrennten (Nackt-)Badebereich, der Becken mit Wassertemperaturen zwischen 18 und 43 Grad aufweist, einige davon auch mit Massagedüsen. Und andererseits den gemischten Bereich, in den man mit der beim Eintritt ausgegebenen Kleidung darf.

Hier befinden sich Liegebereiche, Getränke- und Snackverkauf und ein kleines Outdoor-Areal. Außerdem circa zehn verschiedene Saunas, Infrarotkabinen und Kammern mit irgendwelchen esoterischen Strahlungen oder Schwingungen oder Tonfrequenzen oder was auch immer. Aber auch in denen ists schön warm.

Nach der maximalen Aufenthaltsdauer von vier Stunden bin ich tiefenentspannt und bereit zum Abendessen, welches mich auf den größten Fischmarkt des Landes führt. So ziemlich alles was man aus dem Meer fischen und essen kann, lässt sich hier auch finden. Fisch von groß bis klein, Muscheln, Krebse, Seeigel, Oktopus und diverses sonstiges Getier – natürlich das meiste noch lebendig und in viel zu kleinen Tanks gehalten.

Die Spezialität hier ist Hoe, roher Fisch. Ich bekomme zwei verschiedene Arten serviert: Flunder und „sowas wie Red Snapper“. Besonders ist die Art, wie der Fisch hier gegessen wird, nämlich zusammen mit Stücken von Knoblauch, Pfefferoni und Karotte und gewürzt mit drei verschiedenen Saucen in ein Salatblatt eingewickelt. Dieses Paket stopft man sich dann als ganzes in den Mund. Und während der Fisch alleine etwas zäh und langweilig schmeckt, passt es in dieser Kombination recht gut.

Übrigens: die andere Spezialität, Oktopus, der sich noch am Teller windet, war mir dann doch etwas zu frisch…

Kommentare

2 Antworten zu „Tag 8 – Busan“

  1. Avatar von Wolfgang
    Wolfgang

    Toll wie immer!
    Übrigens: auch die Dubai Mall behauptet von sich, der größte Shopping-Tempel der Welt zu sein …
    Wellness im Airport-Ambiente 🙂

    1. Avatar von maik
      maik

      Mein Fehler – größtes Kaufhaus (department store) der Welt wäre die bessere Übersetzung. Ich bessers im Text aus

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